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Ich bin Gerhard Großmann und wohne in Regensburg.
Über Fragen, Kritik und Anmerkungen freue ich mich sehr – am besten via Twitter oder per Mail an postfach2b [ät] web.de.
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(jeweils mit dem nächstem verlinkt)
#ansporn, #kritik, #serie, #methodik, #typografie, #sujet
Das Wort kombiniert Persönlichkeit (Charakter) mit Sachlichem (Ziffer). Zusammengesetzt ergibt sich ein Synonym für Mediävalziffer, eine Zahlenvariante mit Ober- und Unterlängen.
Jeden Artikel hier liste ich auch in meinem RSS-Feed
– jeweils pünktlich zum Erscheinen und mit handgeklöppeltem Anreißertext.
Wenn dein Browser eingebettete Schriften im WOFF-Format unterstützt, dann liest du die Fließtexte hier in der Schriftart PT Serif. Sie erschien 2010 bei ParaType und kann dort kostenlos heruntergeladen werden.
Wie die Status-Updates von Gerhard Großmann stehen die Texte auf dieser Website unter einer Creative-Commons-Lizenz 3.0 (Deutschland) mit Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen. 
und dafür gibt es diese Seite. Hier ist Platz für das, wofür mein Mikroblog @charakterziffer nicht ausreicht: Tiefer gehende Gedanken, weiterführende Ergänzungen und Anmerkungen, die einfach länger auffindbar sein sollen.
Do, 2. Mai 2013 · #sujet
Jedes Jahr am fünften Tag des fünften Monats wird in Japan der Kindertag (Kodomo no Hi) gefeiert. Traditionell hängen Familien an diesem Tag sogenannte Karpfenfahnen auf, für jedes Familienmitglied eine. Ein schwarzer Karpfen steht für den Vater, ein roter für die Mutter. Für jedes Kind (ursprünglich nur für Jungen) kommt ein blauer Karpfen an den Fahnenmast.
Der Fisch drückt den Wunsch aus, das Kind möge stark sein wie der Karpfen, der gegen den Strom schwimmen muss. Nach der folgenden Anleitung falten Kinder die Karpfen aus Papier.
❶ Ein quadratisches Blatt diagonal falten und wieder entfalten.
❷ An diese Hilfslinie nun zwei benachbarte Kanten falten, so dass eine Drachenform entsteht.
❸ Form umdrehen und die untere Spitze auf die obere falten.
❹ Wieder umdrehen. Jetzt die verbliebenen Ränder des Quadrats auf die Mittellinie falten.
❺ Die beiden verdeckten Spitzen oben vorsichtig herausziehen und flachdrücken.
❻ Die vordere Klappe so weit wie möglich nach oben falten.
❼ Die Form in der Mitte zusammenklappen.
❽ Die obere Spitze an der Linie vorfalten und mit einer Gegenbruchfalte nach innen falten, so dass der Fischkopf entsteht. Ebenso die untere Spitze für die Schwanzflosse mit einem Gegenbruch falten (siehe zur Orientierung auch Schritt 9).
❾ Schließlich die mittlere Klappe als Schwimmflosse umfalten (auf der Rückseite wiederholen).
❿ Fertig ist der Karpfen. Diese Anleitung basiert übrigens auf jener aus »Origami komplett« von Eric Kenneway (Seiten 24 und 94).
Mir gefällt am Papierfalten, dass abstrakte und dennoch erkennbare Figuren entstehen. Wichtiger als das eigentliche Ergebnis ist mir aber der Prozess des Faltens. Es ist geradezu meditativ, sich auf eine Anleitung einzulassen und sie konzentriert Schritt für Schritt nachzuvollziehen.
Mi, 3. April 2013 · #serie
Wahrheit ist eines der Themen, über die man lange philosophieren kann. Eindeutige Tatsachen können sich unter einem anderen Blickwinkel abschwächen, verschieben oder gar ins Gegenteil verkehren. Ich finde spannend, wie der Wahrheitsgehalt einer Aussage von der Interpretation abhängen kann und welches Potenzial an möglichen Deutungen manchmal in einer Behauptung steckt.
Dieses Fass an Möglichkeiten möchte ich mit meinen »Erfundenen Fakten« gern aufmachen. In dieser Serie kommt es nicht darauf an, wie wahr oder falsch die getroffene Aussage ist, sondern wie sie sich auf den Rest der Wirklichkeit auswirken würde.
⸆ Erfundenes Faktum Nº 17: Wem trotz gefühlten Vibrierens keine neue SMS angezeigt wird, dessen Handy wird meistens gerade geortet/abgehört. (#)
⬢ Erfundenes Faktum Nº 18: Noch bis 21 Uhr kann jeder Wikipedianer abstimmen, ob man den IP-Bereich der Polizei weiterhin sperren soll. (#)
⎚ Erfundenes Faktum Nº 19: Der UV-Anteil im Licht eines LCD-Monitors ist so hoch, dass der Körper das Vitamin D₃ bilden kann. (#)
⚕ Erfundenes Faktum Nº 20: Beschallt man einen Mückenstich ca. 30 Sek. mit einem 1480-Hz-Ton (= fis³), so zersetzt sich das juckende Eiweiß. (#)
Ⓤ Erfundenes Faktum Nº 21: Das Wetter in Großstädten wird zu 38 % durch die Luftströmungen aus U-Bahn-Schächten bestimmt. (#)
❦ Erfundenes Faktum Nº 22: In der Regel versuchen Bäume mit dem Umfärben ihrer Blätter einer beginnenden Herbstdepression entgegenzuwirken. (#)
௺ Erfundenes Faktum № 23: Das Numero-Zeichen ist auf russischen Tastaturen per Shift+3 erreichbar, weil Russen kein § brauchen […]. (#)
∜ Erfundenes Faktum № 24: Bereits im alten Griechenland wurden Beschlüsse des Senats auf Papier der Größe eines DIN-A4-Bogens festgehalten. (#)
❄ Erfundenes Faktum № 25: Weil sich Schnee im Laufe der Evolution heller färbte, reflektiert er nun das Sonnenlicht & bleibt länger liegen. (#)
◔ Erfundenes Faktum № 26: Wegen des neu begonnenen Maya-Zyklus ist es 2013 besonders einfach, gute Vorsätze durchzuhalten. (#)
⎀ Erfundenes Faktum № 27: Twitternutzer legten fest, dass man #Milliarden ab sofort mit einem zweiten i schreibt (nicht mehr wie #Brillant). (#)
☷ Erfundenes Faktum № 28: Ursprünglich hatte jeder Werktag vor Ostern eine Farbe: Rot-MO, Blau-DI, Gelb-MI, Grün-DO, Schwarz-FR, Grau-SA. (#)
Übrigens: Die Folgen 1–16 habe ich im März 2012 veröffentlicht.
Di, 22. Januar 2013 · #ansporn, #typografie
Eine gute Bekannte bestickt sehr gekonnt Geschirrtücher, Deckchen und Handtücher. Sie hat da schöne Motive als Vorlagen, die sie im Kreuzstich auf die Textilien überträgt. Nur ihre verwendete Schrift hat mir nie richtig gefallen. Sie ist sehr verschnörkelt, gekünstelt und hatte eine etwas merkwürdige Verteilung von dicken und dünnen Linien. Vor allem aber beansprucht die Schnörkelschrift in der Breite oft zu viel Platz, zum Beispiel wenn ein Handtuch mit »Annalena-Sophie« bestickt werden soll.
Deswegen habe ich StickSerif entworfen, eine Pixelschrift mit klassischen Proportionen und Hybridziffern ( = Zahlenvariante mit leichten Ober- und Unterlängen). Die erste Präsentation beim »Kunden« ergab aber, dass die meisten Handtücher für die Stickerei einen festen Streifen von 15 Kreuzen Höhe (plus Rand) besitzen – ohne extra Platz für die Unterlängen.
So habe ich Versalziffern nachgereicht und eine Reihe Buchstaben überarbeitet (Alternativ-Komma, Varianten für J Q Ä Ö Ü g j p q y). Die verkürzten Zeichen sind in der Schriftdatei als Stylistic Set 01 per Open-Type zu erreichen oder über die Sonderzeichen-Tabelle.
Vom Zeichenumfang her deckt StickSerif iso 8859-1 (Latein-1) ab und enthält außerdem die Zeichen Ÿ ẞ … – — ‘ ’ ‚ ‛ “ ” „ † • ‹ › € und ™. Das sollte für die meisten zu bestickenden Textilien ausreichen.
Zum Standard-Schnitt habe ich noch eine fette Variante entworfen, allerdings ohne Alternativbuchstaben. Schaltet man auf die Kursive um, so bleiben die Buchstabenformen gleich; dafür werden Rasterpunkte eingeblendet, damit die Vorlage leichter abgezählt werden kann.
StickSerif herunterladen
(zip-Ordner, 820 kB)
Mit im Download-Paket steckt eine Zeichenübersicht als PDF. Wenn keine Einzelworte gesetzt werden, kann diese Übersicht als als Stickvorlage dienen.
Fr, 14. Dezember 2012 · #kritik, #serie
Das kennt ihr bestimmt: Der Tweet war richtig witzig gewesen, hatte ein verblüffendes Bild im Anhang oder verlinkte zu einem wirklich interessanten Artikel. Das war Anfang der Woche, gar nicht lange her. Jetzt allerdings ist dieser Tweet weg, in der Timeline nicht mehr aufzufinden.
So schnell ein Status-Update seine Leser erreicht, so schnell ist es auch wieder verschwunden. Auch deshalb habe ich mein Mikroblog um diese Seite ergänzt: Damit Tweets, die es wert sein könnten, ein wenig länger Bestand haben. Heute rekapituliere ich eine Serie von Mai/Juni 2011 zum Thema »Erinnerung«.
❥ Einst (1/9): Ein gutes Erinnerungsstück ist nicht, was Ereignisse genau dokumentiert, sondern was die damaligen Gefühle weckt. (#)
◓ Einst (2/9): Vergessen ist durchaus positiv. Es hilft mit Fehlern abzuschließen, Peinlichkeiten zu mildern und Negatives auszufiltern. (#)
☘ Einst (3/9): Glück ist ganz einfach gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis. – Ernest Hemingway (#)
↺ Einst (4/9): Erinnerungen geplant zu vergessen (d. h. Daten zu löschen), heißt auch, die eigene Vergangenheit vorsätzlich zu verändern. (#)
⁙ Einst (5/9): Ein digitales Verfallsdatum kann verhindern, dass böswillige Datensammler Informationen horten. (#)
♻ Einst (6/9): Mit digit. Beweisen früherer Verfehlungen konfrontiert zu werden, ermöglicht, versichern zu können, etwas gelernt zu haben. (#)
⤨ Einst (7/9): Für den Gefallenen ist die Erinnerung Trost und Schmerz zugleich; für den Aufgestiegenen hoffentlich ein guter Maßstab. (#)
⊡ Einst (8/9): Europas größtes Langzeitarchiv ist der Barbarastollen im Schwarzwald. Hier lagern z. B. verfilmte Baupläne des Kölner Doms. (#)
☁ Einst (9/9): Wer daran glaubt, dass Menschen sich ändern können, sollte auch mit jemandes dunkler Vergangenheit umgehen können. (#)
Do, 15. Nov 2012 · #aktion, #typografie
Bereits im letzten Jahr hatte ich mir einen kleinen Wandkalender gestaltet. Meine Kriterien waren: Große Zahlen, Platz zum Reinschreiben, mindestens eine Woche als Übersicht, maximal DIN A4, außerdem ästhetisch und typografisch ansprechend. Weil sich der Kalender gut bewährt hat, habe ich ihn für 2013 neu aufgelegt.
Herausgekommen ist wieder ein PDF in DIN A4 mit jeweils zwei Hälften eines Monats; hier zum Herunterladen und Ausdrucken*. Für den Kalender jedes Blatt halbieren und die Monatshälften sortieren. Meine Empfehlungen für die Heftung:
Übrigens habe ich den Halbmonatskalender unter eine Creative-Commons-Lizenz mit Namensnennung, nicht kommerzieller Nutzung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen gestellt (
). Er darf also gerne weitergegeben werden. Falls jemand den Kalender bearbeiten möchte (Feiertage auf Bundesland angepasst, Farben, etc.), verschicke ich auch gerne die Quelldateien im svg-Format. Die verwendete Schrift ist dieses Jahr die Source Sans Pro von Paul D. Hunt (Adobe).
Kalender herunterladen
(PDF, 430 kB)
*ACHTUNG BEIM AUSDRUCKEN: Einige Drucker benötigen mehr als 1 cm Rand. Damit das Motiv nicht beschnitten wird, muss man »Ränder minimieren« o. ä. in den Drucker-Einstellungen aktivieren.
Do, 23. August 2012 · #kritik
Wie katastrophal, die Handschrift stirbt aus! – Ja? Was ist es denn diesmal? Eine Schulreform? Kinder sollen nicht mehr drei Alphabete erlernen, sondern nur noch Druckschrift? Ach komm! Letztlich war Handschrift doch schon immer eine Übungssache – unabhängig davon, welchen Schriftstil jemand in der Schule gelernt hat. Wer viel mit der Hand schreibt, der wird auch schöner schreiben. Wenn jetzt mehr Zeit bleibt, um ein einziges Alphabet gründlicher zu üben, dann ist das aus meiner Sicht eine Verbesserung.
Aber die Computer und diese modernen Smartphones! Die heutige Jugend tippt ja nur noch auf diesen Touch-Screens! Gut, das ist wahrscheinlich kritischer. Nur wer seine Handschrift immer wieder benutzt, hat darin auch Übung. (Deshalb schreiben ältere Menschen meistens schöner als jüngere: Sie hatten einfach schon mehr Zeit zum Üben.)
Eine handschriftliche Notiz wirkt noch immer persönlicher, als ein getipptes Schreiben. Vielleicht, weil man darin die Mühe zu sehen meint, die sich der Verfasser gegeben hat. Handschrift ist direkter, weil sie ohne Zwischenschritt aufs Papier fließt. Würde sie verschwinden, wäre das ein schwerer Verlust. Oder?
Es ist ja nicht so, dass wir damit komplett die Fähigkeit verlören, Gedanken schriftlich festzuhalten. Klar, Handschriftliches ist unabhängig von technischen Geräten und der Stromversorgung. Andererseits lässt sich digital Verfasstes leichter kopieren, schneller verbreiten, barrierefreier gestalten und sogar mit einer automatischen Erinnerung versehen.
Wird die Handschrift deshalb eines Tages verschwinden? Wahrscheinlich genauso (wenig) wie Kupferstich, Ölmalerei, Schallplatten, Postkarten, … Es wird immer Leute geben, die sich eine geübte und ansprechende Handschrift erhalten. Wie viele das dann sind, hängt nicht nur von deren Sinn für Nostalgie ab, sondern vor allem davon, welchen praktischen Nutzen sich Handschrift gegenüber Tastatur-Getipptem bewahren kann.
PS: Leider unterstützt der Internet-Explorer vor Version 9 keinen transparenten Text, der seit Januar 2010 in allen großen Browser funktioniert. Aus Gründen der Barrierefreiheit ist mir der durchsichtige Text aber wichtig – er wird bei Markierung sichtbar und kann von Screenreadern gelesen werden. Bitte verwende einen fortschrittlicheren Browser.
Di, 31. Juli 2012 · #serie
Der Alltag ist anstrengend, oft langweilig und manchmal einfach nur deprimierend. Die feinfühlige Ballerina in meiner kleinen Twitterserie hat damit öfter ihre Probleme. Zum Glück gibt es da den lebenserfahrenen Fuchs, der ihr immer wieder einen guten Ratschlag geben kann. Was er der Tänzerin bisher geantwortet hat:
☮ »Betrachte die anderen nicht als Feinde«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Dann wird aus Konkurrenz auch kein vernichtender Krieg.« (#)
☉ »Keine Ahnung, ob Tanzen deine ›Bestimmung‹ ist«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Macht’s dir Freude? Fehlt dir was? Du entscheidest.« (#)
😐 »Ob etwas lächerlich ist«, tröstete der #Fuchs die Ballerina, »hängt nur vom Blickwinkel ab. Auch ein Dach zu decken kann albern wirken.« (#)
⧉ »Klar, darfst du die Menschen unterhalten«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Aber eine Künstlerin sollte es dabei allein nicht belassen.« (#)
⧆ »Ich weiß ja, dass du es besser machen würdest«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Aber das ist diesmal nicht deine Aufgabe.« (#)
⤮ »Über Applaus solltest du dich niemals ärgern«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Außer wenn er deinetwegen von der falschen Seite kommt.« (#)
❣ »Es ist normal, dass du selbst dein größter Kritiker bist«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Das zeigt, wie sehr du deine Arbeit liebst.« (#)
⍚ »Vollkommenkeit«, sprach der #Fuchs zur Ballerina, »kommt nicht unbedingt durch Perfektion, sondern durch Ausgeglichenheit.« (#)
♠ »Keine Ahnung, ob Künstler gern leiden«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Ich denke, jedes Gefühl steigert die künstlerische Qualität.« (#)
♙ »Du hast zwar die Hauptrolle nicht bekommen«, sprach der #Fuchs zur Ballerina, »das ist aber kein Grund, die Freude am Tanz zu verlieren.« (#)
⚡ »Manchmal führt Ehrgeiz bis zur Selbstzerstörung«, warnte der #Fuchs die Ballerina. »Pass auf, welchen Preis du für deinen Erfolg zahlst!« (#)
⌖ »Mit Perfektion allein«, sprach der #Fuchs zur Ballerina, »wirst du keine revolutionäre Kunst schaffen können.« (#)
⇟ »Auch wenn dich jemand abgrundtief hasst«, sprach der #Fuchs zur Ballerina, »heißt das nicht, dass der Grund dafür bei dir liegen muss.« (#)
▦ »Ja, feste Strukturen sind langweilig, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Sie geben aber auch Sicherheit und helfen beim Durchhalten.« (#)
⌺ »Schöne Dinge, die du machst«, sprach der #Fuchs zur Ballerina, »solltest du irgendwie aufbewahren.« […] (#)
Im Archiv gibt es weitere Folgen von Fuchs und Ballerina.
Mo, 2. Juli 2012 · #methodik
Zusammen mit einer befreundeten Künstlerin habe ich das Märchen von Amor und Psyche (aus Der Goldene Esel von Apuleius) als Buch gestaltet. Die Freundin malte mir neun Aquarelle zum Inhalt und ich kümmerte mich um Typografie und Satz des Textes. Wie aus den einzelnen Seiten schließlich ein gebundenes Buch wurde, möchte ich hier dokumentieren:
❶ Sortieren: Die Blätter haben die doppelte Größe einer Seite. Sie werden in der Mitte gefaltet und in der richtigen Reihenfolge zu Blöcken à 4–6 Blätter ineinander gesteckt. (Beim Druck zuvor spielt die spätere Reihenfolge natürlich auch schon eine Rolle.)
❷ Vorstechen: Mit einer Nadel sticht man alle Blätter eines Blocks vor. Dabei hilft eine Schablone (im Bild blau). Ich empfehle ein Loch etwa alle 2–3 cm, wobei die Anzahl der Löcher insgesamt gerade sein muss.
❸ Vernähen: Zunächst verbindet man die Seiten des ersten Blocks, indem man sie einmal von unten nach oben durchfädelt. Nun legt man den zweiten Block an, den man von oben nach unten durchfädelt. Dabei wechselt man bei jedem Fadenaustritt aber in den ersten Block zurück, um beide Blöcke miteinander zu verbinden. Ebenso bei den weiteren Blöcken.
❹ Vorsatzblätter: Damit der Buchblock später stabil mit dem Einband verbunden werden kann, leimt man vorne und hinten jeweils ein gefaltetes Blatt aus stärkerem Papier auf. Mit Makulaturpapier (im Bild rot) deckt man den Rest des Buchblocks ab und kann so eine schmale Linie Leim entlang der Kante auftragen.
❺ Buchbinder-Gaze: Bei der Gaze handelt es sich um einen grobmaschigen Stoff, der mit ordentlich Leim auf den Buchrücken geklebt wird und die einzelnen Blöcke haltbar verbindet. Dazu den Buchblock einspannen. (Man sollte unbedingt Buchbinder-Leim verwenden. Er bleibt nach dem Trocknen biegsam und bricht später nicht.)
❻ Buchschnitt glätten: Nach mindestens sechs Stunden trocknen (eingespannt) kann man den Buchblock an den drei offenen Seiten beschneiden, um saubere Kanten zu bekommen. Da ich keinen Stapelschneider habe, behelfe ich mir mit einem Schwingschleifer.
❼ Buchdecke: Ist der Buchblock auf die richtige Größe beschnitten, fertigt man aus 1,5 mm dicker Graupappe (für kleine Formate auch dünner) die Buchdecke an. Die Breite der drei Einzelteile stimmt mit der Seiten- bzw. Rückenbreite überein, zur Höhe gibt man 2–4 mm dazu. Die drei Teile verbindet man mit einem breiten Streifen Packpapier.
❽ Bezugspapier: Das Bezugspapier als drei sich knapp überlappende Teile mit 2–4 cm Außenrand zuschneiden. Die einzelnen Teile zweimal mit Leim bestreichen und vorsichtig auf die Graupappe kleben (bei dünnem Papier: Leim auf die Graupappe). Dann überstehende Ränder innen festkleben. Den Bezug unbedingt in die Scharnierstellen hineinstreichen, sonst reißt das Bezugspapier an dieser Stelle später ein.
❾ Einkleben und trocknen: Nach einer Trockenprobe werden jetzt nur die Vorsatzblätter und die losen Kanten der Gaze mit Leim bestrichen. Nacheinander mit der Buchdecke verbinden. Den Rücken keinesfalls festleimen! Dann wird das Buch gepresst und sollte mindestens drei Tage trocknen.
Natürlich kann ich hier nur grob beschreiben, wie das Buchbinden vor sich gehen kann. Es gibt ganze Bücher mit detaillierten Arbeitsschritten zu unterschiedlichen Bindetechniken. Weil man auf den kleinen Bildern vieles nicht so gut erkennen kann, biete ich die neun Fotos nochmal in der Größe 800×600 Pixel an:
Fotos der Arbeitsschritte
(Zip-Ordner, 2,4 MB)
Mo, 4. Juni 2012 · #typografie
UPDATE: I’ve made an extra page with a clear OpenType feature test.
Vor gut zwei Jahren entwickelte sich ein brauchbarer Standard für Webfonts. Heute ist es möglich, beliebige Schriften auf Internetseiten zu verwenden – auch wenn diese nicht auf dem Rechner des Betrachters installiert sind. Die Schriftdatei wird einfach per CSS verlinkt:
@font-face {
font-family: 'Schriftname';
src: url('schrift.eot'); /* IE9 compatibility mode */
src: url('schrift.eot?#iefix') format('embedded-opentype'),
/* für IE6 bis IE8 */
url('schrift.woff') format('woff'),
/* für moderne Browser (FF, Chrome, …) */
url('schrift.ttf') format('truetype'); /* Android */
}
Die nächste große Entwicklung in Sachen Webschriften ist wohl, OpenType-Features im Browser nutzen zu können. Das sind zusätzliche Funktionen, die in professionelle Schriften hineinprogrammiert wurden. Klar ist das mehr etwas für Spezialisten und Detailverliebte. Manchmal ist es aber sehr praktisch, Schwungbuchstaben einzusetzen oder für den Fließtext auf Mediävalziffern zurückzugreifen.
Um sehr leicht testen zu können, welche OpenType-Features ein Browser unterstützt (und ob man die Syntax richtig formuliert hat), habe ich Otfeat gestaltet. Die Webschrift enthält jede Menge OpenType-Features zum Ausprobieren. Und so sieht sie aus (wenn dein Browser Webschriften unterstützt):
abcdefghijklm
nopqrstuvwxyz
ABCDEFGHIJ
KLMNOPQRSTUVWZ
Der hier angezeigte Text ist das kleine und das große Alphabet. Jeder Buchstabe wird als Kästchen angezeigt und steht für ein OpenType-Feature (z. B. a = smcp, Kapitälchen). Je nach Browser sind einige Kästchen vielleicht schon schwarz. Bei mir im Firefox sind das locl, kern, liga, clig und calt (= Lokale Varianten, Kerning, Ligaturen, kontextabhängige Ligaturen und kontextabhängige Alternativen). Diese Features sind mit meinem Browsereinstellungen automatisch aktiviert.
Mit dem CSS-Befehl font-feature-settings kann ich jetzt weitere OpenType-Features einschalten. Der gleiche Text wie oben in der gleichen Schriftart sieht dann so aus (weiße Kästchen mit X sind nicht mit einer Funktion belegt):
abcdefghijklm
nopqrstuvwxyz
ABCDEFGHIJ
KLMNOPQRSTUVWZ
Der CSS-Code, um OpenType-Features zu aktivieren, wird bislang nur mit Vendor-Prefix in einigen aktuellen Browsern unterstützt. Für Chrome (17+), Firefox (9+), Internet Explorer (10+) und als zukünftiger Standard-Syntax lautet der Code (jeweils für die ersten drei Features):
-webkit-font-feature-settings: "smcp", "c2sc", "c2pc";
-moz-font-feature-settings: "smcp=1, c2sc=1, c2pc=1";
-moz-font-feature-settings: "smcp" 1, "c2sc" 1, "c2pc" 1; /*FF15+*/
-ms-font-feature-settings: "smcp" 1, "c2sc" 1, "c2pc" 1;
font-feature-settings: "smcp", "c2sc", "c2pc";
Wie gut das im IE10 umgesetzt wird, kann ich leider nicht testen. Was man aber im Firefox und Chrome herausfinden kann: Das Feature fina wird nicht korrekt interpretiert. Das Kästchen mit dem Z sollte nur dann schwarz werden, wenn es am Ende eines Wortes steht. Im Folgenden also nur an der dritten Position:
Z XZX XXZ
Noch ein Hinweis: Die Kleinbuchstaben a–z repräsentieren einzelne OpenType-Features, die in beliebiger Reihenfolge abgefragt werden können. Die Großbuchstaben testen Ligaturen und kontextabhängige Varianten. Damit das OpenType-Feature hier aktiv wird, tippt man am einfachsten ein Alphabet. Zumindest müssen aufeinander folgen: AB, CD, EF, GH, IJ, RST und UVW. Das Paar KL muss vor einem M stehen, M und N bedingen einander (in der Reihenfolge) und das O benötigt ein vorangehendes N.
Meine Schrift Otfeat steht unter der Creative Commons Lizenz CC-BY-NC-SA und kann hier in den drei typischen Webfont-Formaten heruntergeladen werden (Rechtsklick, Ziel speichern unter …).
Bei Fragen, Ideen und Verbesserungsvorschlägen freue ich mich über eine Mail an postfach2b [ät] web.de
Fr, 4. Mai 2012 · #typografie
Auf der Leipziger Buchmesse bin ich auch am Stand des Bunds für deutsche Schrift und Sprache vorbeigekommen. Der Verein setzt sich seit 1918 für gebrochene Schriften ein und hat sich die Pflege der deutschen Sprachkultur auf die Fahnen geschrieben.
Auf mich machten die Postitionen, welche die drei Mitarbeiter am Stand erläuterten, einen sehr rückwärts gewandten Eindruck. Ich finde beispielsweise, dass durch die Rechtschreibreform so einiges verständlicher und konsequenter geworden ist (z. B. Doppel-s statt ß nach kurzem Vokal). Aber zum Thema: Sind gebrochene Schriften tatsächlich »besser« als die heute so verbreitete Antiqua? Ich habe hier mal einige Argumente zusammengetragen.
1) Eindeutigkeit · In der Regel steht bei gebrochene Schriften das lange ſ. Das runde s kommt nur am Ende eines (Teil-)Worts vor. Das beseitigt einige Missverständnisse: Kreischen/Kreiſchen (Kreis-chen/Krei-schen), Versendung/Verſendung (Vers-Endung/Ver-sendung) oder Wachstube/Wachſtube (Wachs-Tube/Wach-Stube).
2) Wortbild · Die einzelnen Antiqua-Buchstaben beruhen mehr auf geometrischen Grundformen. Im Vergleich zu gebrochenen Schriften (speziell Textur und Fraktur) sind ihre Lettern runder und ergeben kein so geschlossenes Wortbild. Beispiele: Postschiff/Poſtſchiff oder Faustkeil/Fauſtkeil. Das lange ſ trägt zu diesem kompakteren Wortbild natürlich stark bei.
3) Leserlichkeit · Andererseits ähneln sich einige Buchstaben in gebrochenen Schriften sehr und können leicht verwechselt werden: ſ/f, k/t, x/r (= ſ/f, k/t, x/r), n/u, h/y, v/o (= n/u, h/y, v/o), A/U, B/V, C/E (= A/U, B/V, C/E), G/S, I/J (= G/S, I/J). Das hängt natürlich ein wenig von der verwendeten Schrift und der Lesegewohnheit ab.
4) Typografische Palette · Für Texte mit differenzierender Typografie, beispielswiese Dramensatz oder Lexikon, benötigt man Schriften mit einer Fülle an Auszeichnungen: Kursive, Kapitälchen, Fettschrift, … In gebrochener Schrift sind Sperrungen üblich, um Dinge hervorzuheben. Fettschrift ist möglich, eine Kursive/Schrägstellung dagegen nicht vorgesehen. Eine Auszeichnung durch GROSSBUCHSTABEN ist unleserlich.
5) Sonstiges · Dass gebrochene Schriften weniger Gestaltungsspielraum lassen, stimmt nicht. Man findet schnell heraus, dass es auch hier ganz unterschiedlich anmutende Schriften gibt (einige Beispiele). Zu schreiben sind Fraktur, Rotunda, Textur oder Schwabacher genauso aufwendig wie die Antiqua (in der Form, wie sie gedruckt wird). Für den Alltag hat man deshalb damals auf Kurrent oder Sütterlin zurückgegriffen. Ob die sich so leicht und schnell schreiben lassen wie die heute gelehrte Handschrift, kann ich nicht beurteilen.
Zusammenfassung · In wenigen Fällen mögen gebrochene Schriften mit ihrem ſ Unklarheiten beseitigen, mir persönlich ist die Leserlichkeit aber wichtiger. Diese hängt zwar von der Gewohnheit ab, zu einem großen Teil aber auch von eindeutigen Buchstabenformen. Ich finde die Antiqua mit ihren Auszeichnungsmöglichkeiten brauchbarer und bevorzuge diese.
Das bedeutet aber nicht, dass man gebrochene Schriften vergessen sollte – ihre Kenntnis ermöglicht Zugang zu vielen älteren Büchern. Außerdem bereichern sie den typografischen Formenreichtum.
Für die Beiſpiele in dieſen Eintrag habe die Schrift Unifraktur Maguntia gewählt. Sie beruht auf der Mainzer Fraktur der Berthold AG. Die Unifraktur wird aktuell weiterentwickelt, hält ſich an Unicode-Standards, verwendet OpenType-Technologie für intelligenten Schriftſatz, hat ſich mit ihren Buchſtabenformen hervorragend für meine Beispiele geeignet und iſt über Google Web Fonts verfügbar. Leider iſt ſie je nach Rendering ziemlich „ſprunghaft“, weil nicht alle Zeichen ſauber auf der Schriftlinie ſitzen.
Ausnahmsweise mal ein englischsprachiger Eintrag
Fri, 16 March 2012 · #ansporn
It’s about four years now that I use Ubuntu Linux. I’ve heard about the user-friendly operating system in the computer magazin of the Deutschlandfunk, one of the German national radio broadcasting companies. Until last August, I had a dual boot with Windows XP but on my new laptop I uninstalled Windows 7 completely. I also do my work exclusively with Ubuntu (handling CMYK graphics still is a problem, however).
The main reason for testing Ubuntu was Fontforge, an open source font editor. I sometimes design fonts and was not satisfied with my previous editor. Of course, Fontforge could also be installed on Windows, but I’ve heard it would be much easier to do it on Linux. And so I did that.
I appreciate the small details which make Ubuntu so nice: For example that the file extension is visible but isn’t automatically selected if you rename the file; the handy package management system which keeps all my software up-to-date; the friendly community and developers who do listen. I also like the challenge to try something new (e. g. Unity, Ubuntu’s different user interface since October 2011). Needless to say: Not everything is perfect—but it stays interesting.
So I’m looking forward to Precise Pangolin, the Ubuntu version 12.04 with long term support. There will be HUD (the Head-up-Display for typing menu items), new Lenses for finding more content via the Dash, better context menues for the software launchers and surely many small fixes which make Ubuntu even more useable.
I took part in the contest for Ubuntu countdown banners. If you want to download my design and the source file just right-click and save:
I also want to share my artwork for a possible Pangolin wallpaper (open jpg in new window, 3.4 MB). It’s made only with natural materials, no collage with image editing.
I normally write in German, so the rest of my blog won’t be easy to read for English-speaking visitors. If you are curious, maybe a translation by Google could help.
Mo, 5. März 2012 · #serie
Mit der Wahrheit ist das (v. a. im Internet) ja immer so eine Sache – siehe auch im vorherigen Beitrag. Wir bekommen heutzutage sehr viele Informationen aus ganz unterschiedlichen Quellen und nicht immer ist klar, wie verlässlich die Daten wirklich sind. Nicht nur am ersten April sollten wir etwas skeptischer sein.
Das Thema Glaubwürdigkeit greife ich in meiner Serie »Erfundene Fakten« auf. Die einzelnen Behauptungen formuliere ich so, dass sie nicht nur möglich, sondern auch irgendwie richtig klingen. Meistens führt auch eine bloße Verneinung zu einem falschen Ergebnis. Und ich muss zugeben: Einige meiner erfundenen Fakten könnten genauso gut wahr sein – es hat sie halt nur noch keiner überprüft ☺.
Die Absicht hinter dieser Serie ist, zum kritischen Hinterfragen anzuregen und nicht allem zu glauben, was man so hört/liest. Darüber hinaus ist das eine oder andere »Faktum« hoffentlich auch unterhaltsam.
☔ Erfundenes Faktum Nº 1: In England sind die Menschen glücklicher, weil das Englische mehr Vokale enthält als das Deutsche. (#)
☄ Erfundenes Faktum Nº 2: Die Erde dreht sich am 31.12. um wenige Mikrosekunden langsamer, weil sie durch abgefeuerte Raketen gebremst wird. (#)
♜ Erfundenes Faktum Nº 3: Edgar Allan Poes letzte Erzählung »Der Leuchtturm« war ein Erlebnisbericht und blieb deshalb auch unvollendet. (#)
❁ Erfundenes Faktum Nº 4: In den Niederlanden passieren deshalb so wenige Verbrechen, weil dort Drogen legal sind. (#)
♬ Erfundenes Faktum Nº 5: Der Gartenrotschwanz (Vogel des Jahres 2011) manipuliert mit seinem Gesang die Wahrnehmung seiner Beutetiere. (#)
∿ Erfundenes Faktum Nº 6: Ein lichdurchfluteter Raum dämpft Schall stärker als ein dunkler, weil Lichtwellen Geräuschanteile unterdrücken. (#)
◌ Erfundenes Faktum Nº 7: Wenn man dem Wasser etwas Backpulver hinzufügt, dann leuchten Seifenblasen im Dunkeln. (#)
⁂ Erfundenes Faktum Nº 8: Nur 3 % aller Menschen sind genetisch noch dazu in der Lage, ihre nahen Verwandten am Schweißgeruch zu erkennen. (#)
⚘ Erfundenes Faktum Nº 9: Der Pulsschlag in den Blattadern einer Pflanze erhöht sich messbar, wenn sie Bienensummen zu hören bekommt. (#)
≋ Erfundenes Faktum Nº 10: Dämpfe aus dem Buchbinderleim unterstützen beim Bücherlesen die Vorstellungskraft. (#)
⚑ Erfundenes Faktum Nº 11: Die Plakate aller 328 Zirkusse in Deutschland werden von einem einzigen Plakatmaler in Darmstadt gestaltet. (#)
⟿ Erfundenes Faktum Nº 12: Man kann die Geschwindigkeit von Licht um knapp 2 % verringern, wenn man es durch rote Götterspeise schickt. (#)
⟳ Erfundenes Faktum Nº 13: Die beste Weg, seine Steuern vollständig ersetzt zu bekommen, ist Mitglied der Stadtbücherei zu werden. (#)
⁝ Erfundenes Faktum Nº 14: Die Streusalzlobby unterdrückt seit Jahren, dass man gegen glatte Straßen auch geschrotetes Eis streuen könnte. (#)
⏱ Erfundenes Faktum Nº 15: Tests mit Atomuhren haben ergeben, dass die Zeit in Museumsgebäuden langsamer läuft. Ursache bislang unbekannt. (#)
⏣ Erfundenes Faktum Nº 16: Ab März ist es Autoherstellern in Deutschland verboten, Radarbilder zur Marketing-Evaluierung zu erwerben. (#)