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Wer schreibt hier?

Ich bin Gerhard Groß­mann und wohne in Regens­burg.

Über Fragen, Kritik und An­merkun­gen freue ich mich sehr – am besten via Twitter oder per Mail an postfach2b [ät] web.de.

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(jeweils mit dem nächstem verlinkt)

#ansporn, #kritik, #serie, #metho­dik, #typo­grafie, #sujet

Charakterziffer?

Das Wort kombiniert Per­sön­lich­keit (Charakter) mit Sach­lichem (Ziffer). Zusammen­gesetzt ergibt sich ein Syno­nym für Mediä­val­ziffer, eine Zah­len­vari­ante mit Ober- und Unter­längen.

RSS-Feed

Jeden Artikel hier lis­te ich auch in mei­nem RSS-Feed  (RSS-Icon) – jeweils pünkt­lich zum Er­schei­nen und mit hand­ge­klöp­pel­tem An­rei­ßer­text.

Schriftart

Wenn dein Browser ein­ge­bettete Schrif­ten im WOFF-​Format unter­stützt, dann liest du die Fließ­texte hier in der Schrift­art PT Serif. Sie er­schien 2010 bei ParaType und kann dort kosten­los herun­ter­geladen werden.

Lizenz

Wie die Status-Updates von Ger­hard Groß­mann ste­hen die Texte auf die­ser Web­site unter einer Creative-​Com­mons-​Lizenz 3.0 (Deutsch­land) mit Namens­nennung und Wei­ter­gabe unter glei­chen Be­din­gungen.  Creative Commons Lizenzvertrag

Manches braucht einfach mehr als 140 Zeichen …

und dafür gibt es diese Seite. Hier ist Platz für das, wofür mein Mikro­blog @charakter­ziffer nicht aus­reicht: Tie­fer gehende Gedan­ken, weiter­füh­rende Ergän­zungen und Anmer­kungen, die ein­fach län­ger auf­find­bar sein sollen.

 


Do, 2. Mai 2013 · #sujet

Ein Karpfen für jedes Kind –
klassisches Origami aus Japan

Jedes Jahr am fünften Tag des fünften Monats wird in Japan der Kin­der­tag (Kodomo no Hi) ge­fei­ert. Traditionell hängen Familien an die­sem Tag so­ge­nannte Karpfenfahnen auf, für jedes Familienmit­glied eine. Ein schwar­zer Kar­pfen steht für den Vater, ein roter für die Mutter. Für jedes Kind (ur­sprüng­lich nur für Jun­gen) kommt ein blauer Kar­pfen an den Fah­nen­mast.

Der Fisch drückt den Wunsch aus, das Kind möge stark sein wie der Kar­pfen, der gegen den Strom schwimmen muss. Nach der fol­gen­den An­lei­tung fal­ten Kinder die Karpfen aus Papier.

Faltschritte 1–4

Ein quadratisches Blatt diagonal falten und wieder entfalten.

An diese Hilfslinie nun zwei benachbarte Kanten falten, so dass eine Dra­chen­form entsteht.

Form umdrehen und die untere Spitze auf die obere falten.

Wieder umdrehen. Jetzt die verbliebenen Ränder des Quadrats auf die Mit­tel­linie falten.

Faltschritte 4–8

Die beiden verdeckten Spitzen oben vorsichtig heraus­zie­hen und flach­drücken.

Die vordere Klappe so weit wie möglich nach oben falten.

Die Form in der Mitte zusammenklappen.

Die obere Spitze an der Linie vorfalten und mit einer Gegen­bruch­falte nach innen falten, so dass der Fischkopf entsteht. Ebenso die unte­re Spit­ze für die Schwanzflosse mit einem Gegenbruch falten (siehe zur Orien­tie­rung auch Schritt 9).

Faltschritte 9 und 10

Schließlich die mittlere Klappe als Schwimmflosse umfalten (auf der Rück­sei­te wiederholen).

Fertig ist der Karpfen. Diese Anleitung basiert übrigens auf jener aus »Ori­gami komplett« von Eric Kenneway (Seiten 24 und 94).

Mir gefällt am Papierfalten, dass abstrakte und dennoch erkennbare Figu­ren entstehen. Wichtiger als das eigentliche Ergebnis ist mir aber der Pro­zess des Fal­tens. Es ist geradezu meditativ, sich auf eine An­lei­tung ein­zu­las­sen und sie konzentriert Schritt für Schritt nachzuvollziehen.

Mi, 3. April 2013 · #serie

Wenn es nicht wahr ist,
so ist’s doch gut erfunden.

Wahrheit ist eines der Themen, über die man lange philo­so­phie­ren kann. Ein­deu­tige Tatsachen können sich unter einem anderen Blick­win­kel ab­schwä­chen, ver­schie­ben oder gar ins Gegenteil verkehren. Ich fin­de span­nend, wie der Wahr­heits­gehalt einer Aussage von der Inter­pre­ta­tion ab­hän­gen kann und welches Potenzial an möglichen Deutungen manch­mal in einer Behauptung steckt.

Dieses Fass an Möglichkeiten möchte ich mit meinen »Er­fun­de­nen Fak­ten« gern auf­machen. In dieser Serie kommt es nicht darauf an, wie wahr oder falsch die getroffene Aussage ist, sondern wie sie sich auf den Rest der Wirk­lich­keit auswirken würde.

⸆ Erfundenes Faktum Nº 17: Wem trotz gefühlten Vibrierens keine neue SMS angezeigt wird, dessen Handy wird meistens gerade geortet/abgehört. (#)

⬢ Erfundenes Faktum Nº 18: Noch bis 21 Uhr kann jeder Wikipedianer abstimmen, ob man den IP-Bereich der Polizei weiterhin sperren soll. (#)

⎚ Erfundenes Faktum Nº 19: Der UV-Anteil im Licht eines LCD-​Monitors ist so hoch, dass der Körper das Vitamin D₃ bilden kann. (#)

⚕ Erfundenes Faktum Nº 20: Beschallt man einen Mückenstich ca. 30 Sek. mit einem 1480-Hz-Ton (= fis³), so zersetzt sich das juckende Eiweiß. (#)

Ⓤ Erfundenes Faktum Nº 21: Das Wetter in Großstädten wird zu 38 % durch die Luftströmungen aus U-Bahn-Schächten bestimmt. (#)

❦ Erfundenes Faktum Nº 22: In der Regel versuchen Bäume mit dem Umfärben ihrer Blätter einer beginnenden Herbstdepression entgegenzuwirken. (#)

௺ Erfundenes Faktum № 23: Das Numero-Zeichen ist auf russischen Tastaturen per Shift+3 erreichbar, weil Russen kein § brauchen […]. (#)

∜ Erfundenes Faktum № 24: Bereits im alten Griechenland wurden Beschlüsse des Senats auf Papier der Größe eines DIN-A4-Bogens festgehalten. (#)

❄ Erfundenes Faktum № 25: Weil sich Schnee im Laufe der Evolution heller färbte, reflektiert er nun das Sonnenlicht & bleibt länger liegen. (#)

◔ Erfundenes Faktum № 26: Wegen des neu begonnenen Maya-Zyklus ist es 2013 besonders einfach, gute Vorsätze durchzuhalten. (#)

⎀ Erfundenes Faktum № 27: Twitternutzer legten fest, dass man #Milliarden ab sofort mit einem zweiten i schreibt (nicht mehr wie #Brillant). (#)

☷ Erfundenes Faktum № 28: Ursprünglich hatte jeder Werktag vor Ostern eine Farbe: Rot-MO, Blau-DI, Gelb-MI, Grün-DO, Schwarz-FR, Grau-SA. (#)

Übrigens: Die Folgen 1–16 habe ich im März 2012 veröffentlicht.

Di, 22. Januar 2013 · #ansporn, #typografie

StickSerif – eine Pixelschrift
(nicht nur) für Kreuzstickereien

Eine gute Bekannte bestickt sehr gekonnt Geschirrtücher, Deck­chen und Hand­tücher. Sie hat da schöne Motive als Vorlagen, die sie im Kreuz­stich auf die Tex­tilien überträgt. Nur ihre verwendete Schrift hat mir nie rich­tig ge­fal­len. Sie ist sehr verschnörkelt, gekünstelt und hatte eine et­was merk­wür­dige Ver­teilung von dicken und dünnen Linien. Vor allem aber be­an­sprucht die Schnörkelschrift in der Breite oft zu viel Platz, zum Bei­spiel wenn ein Hand­tuch mit »Anna­lena-​Sophie« bestickt werden soll.

Die Schrift StickSerif auf ein Geschirrtuch gestickt

Deswegen habe ich StickSerif entworfen, eine Pixelschrift mit klassi­schen Pro­por­tio­nen und Hybridziffern ( = Zahlenvariante mit leichten Ober- und Unter­län­gen). Die erste Präsentation beim »Kunden« ergab aber, dass die meis­ten Hand­tücher für die Stickerei einen festen Streifen von 15 Kreu­zen Höhe (plus Rand) besitzen – ohne extra Platz für die Unterlängen.

So habe ich Versalziffern nachgereicht und eine Reihe Buch­sta­ben über­arbei­tet (Alternativ-Komma, Varianten für J Q Ä Ö Ü g j p q y). Die ver­kürz­ten Zei­chen sind in der Schriftdatei als Stylistic Set 01 per Open-​Type zu er­rei­chen oder über die Sonderzeichen-Tabelle.

Vom Zeichenumfang her deckt StickSerif iso 8859-1 (Latein-1) ab und ent­hält außer­dem die Zeichen Ÿ ẞ … – — ‘ ’ ‚ ‛ “ ” „ † • ‹ › € und ™. Das soll­te für die meisten zu bestickenden Textilien ausreichen.

Zum Standard-Schnitt habe ich noch eine fette Variante ent­wor­fen, aller­dings ohne Alter­nativ­buchstaben. Schaltet man auf die Kur­sive um, so blei­ben die Buchstabenformen gleich; dafür werden Raster­punk­te ein­ge­blen­det, da­mit die Vorlage leichter abgezählt werden kann.

StickSerif herunterladen
(zip-Ordner, 820 kB)

Mit im Download-Paket steckt eine Zeichenübersicht als PDF. Wenn keine Einzelworte gesetzt werden, kann diese Übersicht als als Stickvorlage dienen.

Fr, 14. Dezember 2012 · #kritik, #serie

Für und wider das Vergessen –
eine Twitterserie von vor 1½ Jahren

Das kennt ihr bestimmt: Der Tweet war richtig witzig gewesen, hatte ein ver­blüf­fen­des Bild im Anhang oder verlinkte zu einem wirk­lich inte­res­san­ten Artikel. Das war Anfang der Woche, gar nicht lange her. Jetzt aller­dings ist die­ser Tweet weg, in der Timeline nicht mehr aufzufinden.

So schnell ein Status-Update seine Leser erreicht, so schnell ist es auch wie­der ver­schwunden. Auch deshalb habe ich mein Mikroblog um die­se Sei­te er­gänzt: Damit Tweets, die es wert sein könnten, ein wenig länger Be­stand ha­ben. Heute rekapituliere ich eine Serie von Mai/Juni 2011 zum The­ma »Erinnerung«.

❥ Einst (1/9): Ein gutes Erinnerungsstück ist nicht, was Ereignisse genau dokumentiert, sondern was die damaligen Gefühle weckt. (#)

◓ Einst (2/9): Vergessen ist durchaus positiv. Es hilft mit Fehlern abzuschließen, Peinlichkeiten zu mildern und Negatives auszufiltern. (#)

☘ Einst (3/9): Glück ist ganz einfach gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis. – Ernest Hemingway (#)

↺ Einst (4/9): Erinnerungen geplant zu vergessen (d. h. Daten zu löschen), heißt auch, die eigene Vergangenheit vorsätzlich zu verändern. (#)

⁙ Einst (5/9): Ein digitales Verfallsdatum kann verhindern, dass böswillige Datensammler Informationen horten. (#)

♻ Einst (6/9): Mit digit. Beweisen früherer Verfehlungen konfrontiert zu werden, ermöglicht, versichern zu können, etwas gelernt zu haben. (#)

⤨ Einst (7/9): Für den Gefallenen ist die Erinnerung Trost und Schmerz zugleich; für den Aufgestiegenen hoffentlich ein guter Maßstab. (#)

⊡ Einst (8/9): Europas größtes Langzeitarchiv ist der Barbarastollen im Schwarzwald. Hier lagern z. B. verfilmte Baupläne des Kölner Doms. (#)

☁ Einst (9/9): Wer daran glaubt, dass Menschen sich ändern können, sollte auch mit jemandes dunkler Vergangenheit umgehen können. (#)

Do, 15. Nov 2012 · #aktion, #typografie

Knapp 8 cm² pro Tag –
Halbmonatskalender zum Ausdrucken

Bereits im letzten Jahr hatte ich mir einen kleinen Wandkalender gestal­tet. Meine Kriterien waren: Große Zahlen, Platz zum Rein­schrei­ben, min­des­tens eine Woche als Übersicht, maximal DIN A4, außerdem ästhe­tisch und typo­gra­fisch ansprechend. Weil sich der Kalender gut bewährt hat, habe ich ihn für 2013 neu auf­gelegt.

Herausgekommen ist wieder ein PDF in DIN A4 mit jeweils zwei Hälften eines Monats; hier zum Herunterladen und Ausdrucken*. Für den Kalen­der jedes Blatt halbieren und die Monatshälften sortieren. Meine Em­pfeh­lun­gen für die Heftung:

 

Übrigens habe ich den Halbmonatskalender unter eine Creative-​Com­mons-​Lizenz mit Namensnennung, nicht kommerzieller Nutzung und Wei­ter­gabe unter gleichen Bedingungen gestellt (CC-BY-NC-SA). Er darf also ger­ne wei­ter­gegeben werden. Falls jemand den Kalender be­arbei­ten möch­te (Feier­tage auf Bundesland angepasst, Farben, etc.), verschicke ich auch gerne die Quelldateien im svg-Format. Die verwendete Schrift ist die­ses Jahr die Source Sans Pro von Paul D. Hunt (Adobe).

Kalender herunterladen
(PDF, 430 kB)

*ACHTUNG BEIM AUSDRUCKEN: Einige Drucker benötigen mehr als 1 cm Rand. Damit das Motiv nicht beschnitten wird, muss man »Rän­der mini­mie­ren« o. ä. in den Drucker-Einstellungen aktivieren.

Do, 23. August 2012 · #kritik

Totgeschriebene leben länger –
Handschrift im digitalen Zeitalter

Wie katastrophal, die Handschrift stirbt aus! – Ja? Was ist es denn diesmal? Eine Schulreform? Kinder sollen nicht mehr drei Alphabete erlernen, sondern nur noch Druckschrift? Ach komm! Letztlich war Handschrift doch schon immer eine Übungssache – unabhängig davon, welchen Schriftstil jemand in der Schule gelernt hat. Wer viel mit der Hand schreibt, der wird auch schöner schreiben. Wenn jetzt mehr Zeit bleibt, um ein einziges Alphabet gründlicher zu üben, dann ist das aus meiner Sicht eine Verbesserung.

Aber die Computer und diese modernen Smartphones! Die heutige Jugend tippt ja nur noch auf diesen Touch-Screens! Gut, das ist wahrscheinlich kritischer. Nur wer seine Hand­schrift immer wieder benutzt, hat darin auch Übung. (Deshalb schreiben ältere Menschen meistens schöner als jüngere: Sie hatten einfach schon mehr Zeit zum Üben.)

Eine handschriftliche Notiz wirkt noch immer persönlicher, als ein getipptes Schreiben. Vielleicht, weil man darin die Mühe zu sehen meint, die sich der Verfasser gegeben hat. Handschrift ist direkter, weil sie ohne Zwischenschritt aufs Papier fließt. Würde sie verschwinden, wäre das ein schwerer Verlust. Oder?

Es ist ja nicht so, dass wir damit komplett die Fähigkeit verlören, Gedanken schriftlich festzuhalten. Klar, Handschrift­liches ist unabhängig von technischen Geräten und der Strom­versorgung. Andererseits lässt sich digital Verfasstes leichter kopieren, schneller verbreiten, barrierefreier gestalten und sogar mit einer automatischen Erinnerung versehen.

Wird die Handschrift deshalb eines Tages verschwinden? Wahrscheinlich genauso (wenig) wie Kupferstich, Ölmalerei, Schallplatten, Postkarten, … Es wird immer Leute geben, die sich eine geübte und ansprechende Handschrift erhalten. Wie viele das dann sind, hängt nicht nur von deren Sinn für Nostalgie ab, sondern vor allem davon, welchen praktischen Nutzen sich Handschrift gegenüber Tastatur-Getipptem bewahren kann.

PS: Leider unterstützt der Internet-Explorer vor Version 9 keinen transparenten Text, der seit Januar 2010 in allen großen Browser funktioniert. Aus Gründen der Barrierefreiheit ist mir der durchsichtige Text aber wichtig – er wird bei Markierung sichtbar und kann von Screenreadern gelesen werden. Bitte verwende einen fortschrittlicheren Browser.

Di, 31. Juli 2012 · #serie

Frag doch mal den #Fuchs –
Weisheiten für sensible Künstler

Der Alltag ist anstrengend, oft langweilig und manchmal ein­fach nur de­pri­mie­rend. Die fein­füh­lige Ballerina in meiner kleinen Twitterserie hat da­mit öf­ter ih­re Pro­ble­me. Zum Glück gibt es da den lebens­erfah­renen Fuchs, der ihr im­mer wie­der einen guten Ratschlag geben kann. Was er der Tän­ze­rin bis­­her ge­ant­wor­tet hat:

☮ »Betrachte die anderen nicht als Feinde«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Dann wird aus Konkurrenz auch kein vernichtender Krieg.« (#)

☉ »Keine Ahnung, ob Tanzen deine ›Bestimmung‹ ist«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Macht’s dir Freude? Fehlt dir was? Du entscheidest.« (#)

😐 »Ob etwas lächerlich ist«, tröstete der #Fuchs die Ballerina, »hängt nur vom Blickwinkel ab. Auch ein Dach zu decken kann albern wirken.« (#)

⧉ »Klar, darfst du die Menschen unterhalten«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Aber eine Künstlerin sollte es dabei allein nicht belassen.« (#)

⧆ »Ich weiß ja, dass du es besser machen würdest«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Aber das ist diesmal nicht deine Aufgabe.« (#)

⤮ »Über Applaus solltest du dich niemals ärgern«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Außer wenn er deinetwegen von der falschen Seite kommt.« (#)

❣ »Es ist normal, dass du selbst dein größter Kritiker bist«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Das zeigt, wie sehr du deine Arbeit liebst.« (#)

⍚ »Vollkommenkeit«, sprach der #Fuchs zur Ballerina, »kommt nicht unbedingt durch Perfektion, sondern durch Ausgeglichenheit.« (#)

♠ »Keine Ahnung, ob Künstler gern leiden«, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Ich denke, jedes Gefühl steigert die künstlerische Qualität.« (#)

♙ »Du hast zwar die Hauptrolle nicht bekommen«, sprach der #Fuchs zur Ballerina, »das ist aber kein Grund, die Freude am Tanz zu verlieren.« (#)

⚡ »Manchmal führt Ehrgeiz bis zur Selbstzerstörung«, warnte der #Fuchs die Ballerina. »Pass auf, welchen Preis du für deinen Erfolg zahlst!« (#)

⌖ »Mit Perfektion allein«, sprach der #Fuchs zur Ballerina, »wirst du keine revolutionäre Kunst schaffen können.« (#)

⇟ »Auch wenn dich jemand abgrundtief hasst«, sprach der #Fuchs zur Ballerina, »heißt das nicht, dass der Grund dafür bei dir liegen muss.« (#)

▦ »Ja, feste Strukturen sind langweilig, sprach der #Fuchs zur Ballerina. »Sie geben aber auch Sicherheit und helfen beim Durchhalten.« (#)

⌺ »Schöne Dinge, die du machst«, sprach der #Fuchs zur Ballerina, »solltest du irgendwie aufbewahren.« […] (#)

Im Archiv gibt es weitere Folgen von Fuchs und Ballerina.

Mo, 2. Juli 2012 · #methodik

Faden, Leim, Karton:
So werden Einzelblätter zum Buch

Zusammen mit einer befreundeten Künstlerin habe ich das Märchen von Amor und Psyche (aus Der Goldene Esel von Apuleius) als Buch ge­stal­tet. Die Freun­din malte mir neun Aquarelle zum Inhalt und ich küm­mer­te mich um Typo­gra­fie und Satz des Textes. Wie aus den ein­zel­nen Sei­ten schließ­lich ein ge­bun­de­nes Buch wurde, möchte ich hier dokumentieren:

(1) sortieren, (2) vorstechen, (3) vernähen

❶ Sortieren: Die Blätter haben die doppelte Größe einer Sei­te. Sie wer­den in der Mitte gefaltet und in der richtigen Reihen­fol­ge zu Blö­cken à 4–6 Blät­ter in­ein­ander gesteckt. (Beim Druck zuvor spielt die spä­te­re Rei­hen­fol­ge na­tür­lich auch schon eine Rolle.)

❷ Vorstechen: Mit einer Nadel sticht man alle Blätter eines Blocks vor. Dabei hilft eine Scha­blo­ne (im Bild blau). Ich empfehle ein Loch etwa alle 2–3 cm, wo­bei die Anzahl der Löcher insgesamt gerade sein muss.

❸ Vernähen: Zunächst verbindet man die Seiten des ersten Blocks, in­dem man sie ein­mal von unten nach oben durchfädelt. Nun legt man den zwei­ten Block an, den man von oben nach unten durch­fä­delt. Da­bei wech­selt man bei je­dem Fadenaustritt aber in den ersten Block zu­rück, um bei­de Blö­cke mit­ein­ander zu verbinden. Ebenso bei den weiteren Blöcken.

(4) Vorsatzblätter, (5) Buchbinder-Gaze, (6) Buchschnitt glätten

❹ Vorsatzblätter: Damit der Buchblock später stabil mit dem Ein­band ver­bun­den wer­den kann, leimt man vorne und hinten je­weils ein ge­fal­te­tes Blatt aus stär­ke­rem Papier auf. Mit Makulatur­papier (im Bild rot) deckt man den Rest des Buchblocks ab und kann so eine schma­le Li­nie Leim ent­lang der Kan­te auftragen.

❺ Buchbinder-Gaze: Bei der Gaze handelt es sich um einen grob­ma­schi­gen Stoff, der mit or­dent­lich Leim auf den Buchrücken ge­klebt wird und die ein­zel­nen Blö­cke halt­bar verbindet. Dazu den Buchblock ein­span­nen. (Man soll­te unbedingt Buchbinder-Leim verwenden. Er bleibt nach dem Trock­nen bieg­sam und bricht später nicht.)

❻ Buchschnitt glätten: Nach mindestens sechs Stunden trocknen (ein­ge­spannt) kann man den Buchblock an den drei offenen Seiten be­schnei­den, um sau­be­re Kanten zu bekommen. Da ich kei­nen Stapelschneider habe, behelfe ich mir mit ei­nem Schwing­schleifer.

(7) Buchdecke, (8) Bezugspapier, (9) Einkleben und trocknen

❼ Buchdecke: Ist der Buchblock auf die richtige Größe be­schnit­ten, fer­tigt man aus 1,5 mm dicker Graupappe (für kleine Formate auch dün­ner) die Buch­decke an. Die Brei­te der drei Einzelteile stimmt mit der Sei­ten- bzw. Rücken­brei­te überein, zur Höhe gibt man 2–4 mm dazu. Die drei Tei­le ver­bin­det man mit einem breiten Streifen Packpapier.

❽ Bezugspapier: Das Bezugspapier als drei sich knapp über­lappen­de Tei­le mit 2–4 cm Außen­rand zuschneiden. Die einzelnen Teile zwei­mal mit Leim be­strei­chen und vorsichtig auf die Graupappe kleben (bei dünnem Papier: Leim auf die Graupappe). Dann überstehende Rän­der in­nen fest­kle­ben. Den Bezug unbedingt in die Scharnierstellen hin­ein­strei­chen, sonst reißt das Bezugspapier an dieser Stelle später ein.

❾ Einkleben und trocknen: Nach einer Trockenprobe werden jetzt nur die Vor­satz­blät­ter und die lo­sen Kanten der Gaze mit Leim be­stri­chen. Nach­ein­ander mit der Buchdecke verbinden. Den Rücken kei­nes­falls fest­lei­men! Dann wird das Buch ge­presst und soll­te mindestens drei Ta­ge trocknen.

Natürlich kann ich hier nur grob beschreiben, wie das Buchbinden vor sich ge­hen kann. Es gibt ganze Bücher mit detaillierten Arbeits­schrit­ten zu un­ter­schied­li­chen Bindetechniken. Weil man auf den kleinen Bil­dern vie­les nicht so gut er­ken­nen kann, biete ich die neun Fotos nochmal in der Grö­ße 800×​600 Pixel an:

Fotos der Arbeitsschritte
(Zip-Ordner, 2,4 MB)

 

Mo, 4. Juni 2012 · #typografie

OpenType-Features im Browser:
mit »Otfeat« testen, was geht.

UPDATE: I’ve made an extra page with a clear OpenType feature test.

Vor gut zwei Jahren entwickelte sich ein brauchbarer Standard für Web­fonts. Heute ist es möglich, beliebige Schriften auf Internetseiten zu ver­wenden – auch wenn diese nicht auf dem Rechner des Betrachters in­stal­liert sind. Die Schriftdatei wird einfach per CSS verlinkt:

@font-face {
   font-family: 'Schriftname';
   src: url('schrift.eot'); /* IE9 compatibility mode */
   src: url('schrift.eot?#iefix') format('embedded-opentype'),
                /* für IE6 bis IE8 */
        url('schrift.woff') format('woff'),
                /* für moderne Browser (FF, Chrome, …) */
        url('schrift.ttf') format('truetype'); /* Android */
   }

Die nächste große Entwicklung in Sachen Webschriften ist wohl, Open­Type-​Features im Browser nutzen zu können. Das sind zusätzliche Funk­tio­nen, die in professionelle Schriften hineinprogrammiert wurden. Klar ist das mehr etwas für Spezialisten und Detailverliebte. Manchmal ist es aber sehr praktisch, Schwungbuchstaben einzusetzen oder für den Fließtext auf Me­diä­valziffern zurückzugreifen.

Um sehr leicht testen zu können, welche OpenType-Features ein Browser un­ter­stützt (und ob man die Syntax richtig formuliert hat), habe ich Otfeat ge­stal­tet. Die Webschrift enthält jede Menge OpenType-Features zum Aus­pro­bie­ren. Und so sieht sie aus (wenn dein Browser Webschriften unter­stützt):

abcdefghijklm
nopqrstuvwxyz
ABCDEFGHIJ
KLMNOPQRSTUVWZ

Der hier angezeigte Text ist das kleine und das große Alphabet. Jeder Buch­sta­be wird als Kästchen angezeigt und steht für ein OpenType-Feature (z. B. a = smcp, Kapitälchen). Je nach Browser sind einige Kästchen vielleicht schon schwarz. Bei mir im Firefox sind das locl, kern, liga, clig und calt (= Loka­le Varianten, Kerning, Ligaturen, kontextabhängige Liga­tu­ren und kon­text­ab­hängige Alternativen). Diese Features sind mit meinem Browser­ein­stellungen automatisch aktiviert.

Mit dem CSS-Befehl font-feature-settings kann ich jetzt weitere Open­Type-​Features einschalten. Der gleiche Text wie oben in der glei­chen Schrift­art sieht dann so aus (weiße Kästchen mit X sind nicht mit einer Funk­tion belegt):

abcdefghijklm
nopqrstuvwxyz
ABCDEFGHIJ
KLMNOPQRSTUVWZ

Der CSS-Code, um OpenType-Features zu aktivieren, wird bislang nur mit Ven­dor-​Pre­fix in einigen aktuellen Browsern unterstützt. Für Chrome (17+), Fire­fox (9+), Internet Explorer (10+) und als zukünftiger Stan­dard-​Syn­tax lautet der Code (jeweils für die ersten drei Features):

-webkit-font-feature-settings: "smcp", "c2sc", "c2pc";
-moz-font-feature-settings: "smcp=1, c2sc=1, c2pc=1";
-moz-font-feature-settings: "smcp" 1, "c2sc" 1, "c2pc" 1; /*FF15+*/
-ms-font-feature-settings: "smcp" 1, "c2sc" 1, "c2pc" 1;
font-feature-settings: "smcp", "c2sc", "c2pc";

Wie gut das im IE10 umgesetzt wird, kann ich leider nicht testen. Was man aber im Firefox und Chrome herausfinden kann: Das Feature fina wird nicht kor­rekt interpretiert. Das Kästchen mit dem Z sollte nur dann schwarz wer­den, wenn es am Ende eines Wortes steht. Im Folgenden also nur an der dritten Position:

Z XZX XXZ

Noch ein Hinweis: Die Kleinbuchstaben a–z repräsentieren einzelne Open­Type-​Features, die in beliebiger Reihenfolge abgefragt werden können. Die Großbuchstaben testen Ligaturen und kontextabhängige Varianten. Damit das OpenType-Feature hier aktiv wird, tippt man am einfachsten ein Al­pha­bet. Zu­min­dest müssen aufeinander folgen: AB, CD, EF, GH, IJ, RST und UVW. Das Paar KL muss vor einem M stehen, M und N bedin­gen ein­ander (in der Reihenfolge) und das O benötigt ein vorangehendes N.

Meine Schrift Otfeat steht unter der Creative Commons Lizenz CC-BY-​NC-SA und kann hier in den drei typischen Webfont-​Forma­ten herun­ter­gela­den werden (Rechtsklick, Ziel speichern unter …).

Otfeat als
woff-Datei

Otfeat als
eot-Datei

Otfeat als
ttf-Datei

Bei Fragen, Ideen und Verbesserungsvorschlägen freue ich mich über eine Mail an postfach2b [ät] web.de

Fr, 4. Mai 2012 · #typografie

Gebrochene Schriften oder Antiqua?
– Versuch einer Abwägung

Auf der Leipziger Buchmesse bin ich auch am Stand des Bunds für deut­sche Schrift und Spra­che vor­bei­gekom­men. Der Ver­ein setzt sich seit 1918 für ge­bro­chene Schrif­ten ein und hat sich die Pfle­ge der deut­schen Sprach­kul­tur auf die Fah­nen ge­schrieben.

Auf mich machten die Postitionen, welche die drei Mitarbeiter am Stand er­läu­ter­ten, einen sehr rück­wärts ge­wand­ten Ein­druck. Ich fin­de bei­spiels­weise, dass durch die Recht­schreib­reform so eini­ges ver­ständ­licher und kon­sequen­ter ge­wor­den ist (z. B. Dop­pel-s statt ß nach kur­zem Vokal). Aber zum Thema: Sind ge­bro­chene Schrif­ten tat­säch­lich »bes­ser« als die heu­te so ver­brei­tete Anti­qua? Ich habe hier mal einige Argu­mente zu­sam­men­getragen.

1) Eindeutigkeit · In der Regel steht bei gebrochene Schriften das lange ſ. Das runde s kommt nur am Ende eines (Teil-)​Worts vor. Das be­sei­tigt eini­ge Miss­ver­ständ­nisse: Kreis­chen/Krei­ſchen (Kreis-chen/Krei-schen), Vers­endung/Ver­ſendung (Vers-Endung/Ver-sendung) oder Wachs­tube/Wach­ſtube (Wachs-Tube/Wach-Stube).

2) Wortbild · Die einzelnen Antiqua-Buchstaben beruhen mehr auf geo­me­tri­schen Grund­for­men. Im Ver­gleich zu ge­bro­che­nen Schrif­ten (speziell Tex­tur und Frak­tur) sind ihre Let­tern run­der und erge­ben kein so ge­schlos­senes Wort­bild. Bei­spiele: Post­schiff/Poſt­ſchiff oder Faust­keil/Fauſt­keil. Das lange ſ trägt zu die­sem kompak­teren Wort­bild natür­lich stark bei.

3) Leserlichkeit · Andererseits ähneln sich einige Buchstaben in ge­bro­che­nen Schrif­ten sehr und kön­nen leicht ver­wech­selt wer­den: ſ/f, k/t, x/r (= ſ/f, k/t, x/r), n/u, h/y, v/o (= n/u, h/y, v/o), A/U, B/V, C/E (= A/U, B/V, C/E), G/S, I/J (= G/S, I/J). Das hängt natür­lich ein wenig von der ver­wende­ten Schrift und der Lese­gewohn­heit ab.

4) Typografische Palette · Für Texte mit differenzierender Typografie, bei­spiels­wiese Dramen­satz oder Lexi­kon, benö­tigt man Schrif­ten mit einer Fül­le an Aus­zeich­nun­gen: Kur­sive, Kapi­täl­chen, Fett­schrift, … In ge­bro­che­ner Schrift sind Sper­rungen üb­lich, um Dinge her­vor­zu­heben. Fett­schrift ist mög­lich, eine Kur­sive/Schräg­stel­lung da­gegen nicht vor­ge­sehen. Eine Aus­zeich­nung durch GROSS­BUCH­STABEN ist un­leser­lich.

5) Sonstiges · Dass gebrochene Schriften weniger Gestaltungsspielraum las­sen, stimmt nicht. Man fin­det schnell heraus, dass es auch hier ganz unter­schied­lich anmu­tende Schrif­ten gibt (einige Bei­spiele). Zu schrei­ben sind Fra­ktur, Rotunda, Tex­tur oder Schwa­bacher ge­nauso auf­wen­dig wie die Anti­qua (in der Form, wie sie ge­druckt wird). Für den Alltag hat man deshalb damals auf Kur­rent oder Sütter­lin zu­rück­ge­grif­fen. Ob die sich so leicht und schnell schrei­ben las­sen wie die heute gelehr­te Hand­schrift, kann ich nicht be­ur­teilen.

Zusammenfassung · In wenigen Fällen mögen gebrochene Schriften mit ih­rem ſ Unklar­heiten be­sei­tigen, mir per­sön­lich ist die Leser­lich­keit aber wich­ti­ger. Diese hängt zwar von der Ge­wohn­heit ab, zu einem gro­ßen Teil aber auch von ein­deu­ti­gen Buch­staben­formen. Ich finde die Anti­qua mit ihren Aus­zeich­nungs­mög­lich­kei­ten brauch­barer und be­vor­zuge diese.

Das bedeutet aber nicht, dass man gebrochene Schriften vergessen sollte – ihre Kennt­nis er­mög­licht Zu­gang zu vie­len älte­ren Büchern. Außer­dem be­rei­chern sie den typo­gra­fi­schen For­men­reich­tum.

Für die Beiſpiele in dieſen Eintrag habe die Schrift Uni­fra­ktur Ma­gun­tia ge­wählt. Sie be­ruht auf der Main­zer Frak­tur der Bert­hold AG. Die Uni­frak­tur wird aktu­ell wei­ter­ent­wickelt, hält ſich an Uni­code-Stan­dards, ver­wen­det Open­Type-Tech­no­logie für intel­ligen­ten Schrift­ſatz, hat ſich mit ih­ren Buch­ſtaben­formen her­vor­ra­gend für meine Bei­spiele ge­eig­net und iſt über Google Web Fonts ver­füg­bar. Lei­der iſt ſie je nach Ren­dering ziemlich „ſprung­haft“, weil nicht alle Zei­chen ſauber auf der Schrift­linie ſitzen.

Ausnahmsweise mal ein englischsprachiger Eintrag

Fri, 16 March 2012 · #ansporn

Why I’m looking forward
to Ubuntu 12.04 LTS

It’s about four years now that I use Ubuntu Linux. I’ve heard about the user-friendly operating system in the computer magazin of the Deutsch­land­funk, one of the German national radio broadcasting companies. Until last August, I had a dual boot with Windows XP but on my new laptop I uninstalled Windows 7 completely. I also do my work exclusively with Ubuntu (handling CMYK graphics still is a problem, however).

The main reason for testing Ubuntu was Fontforge, an open source font editor. I sometimes design fonts and was not satisfied with my previous editor. Of course, Fontforge could also be installed on Windows, but I’ve heard it would be much easier to do it on Linux. And so I did that.

I appreciate the small details which make Ubuntu so nice: For example that the file extension is visible but isn’t automatically selected if you rename the file; the handy package management system which keeps all my software up-to-date; the friendly community and developers who do listen. I also like the challenge to try something new (e. g. Unity, Ubuntu’s different user interface since October 2011). Needless to say: Not everything is perfect—but it stays interesting.

So I’m looking forward to Precise Pangolin, the Ubuntu version 12.04 with long term support. There will be HUD (the Head-up-Display for typing menu items), new Lenses for finding more content via the Dash, better context menues for the software launchers and surely many small fixes which make Ubuntu even more useable.

I took part in the contest for Ubuntu countdown banners. If you want to download my design and the source file just right-click and save:

Download countdown banner
(zip folder, 570 kB)

Banner herunterladen
(deutsche Version, 560 kB)

I also want to share my artwork for a possible Pangolin wallpaper (open jpg in new window, 3.4 MB). It’s made only with natural materials, no collage with image editing.

I normally write in German, so the rest of my blog won’t be easy to read for English-speaking visitors. If you are curious, maybe a translation by Google could help.

Mo, 5. März 2012 · #serie

Aber das stimmt doch gar nicht –
Über erfundene Fakten

Mit der Wahrheit ist das (v. a. im Internet) ja immer so eine Sache – siehe auch im vor­heri­gen Bei­trag. Wir be­kom­men heut­zu­tage sehr viele In­for­matio­nen aus ganz un­ter­schied­li­chen Quel­len und nicht im­mer ist klar, wie ver­läss­lich die Da­ten wirk­lich sind. Nicht nur am ers­ten April soll­ten wir etwas skep­ti­scher sein.

Das Thema Glaubwürdigkeit greife ich in meiner Serie »Erfundene Fak­ten« auf. Die ein­zel­nen Be­haup­tun­gen for­mu­lie­re ich so, dass sie nicht nur mög­lich, son­dern auch ir­gend­wie rich­tig klin­gen. Meis­tens führt auch eine bloße Ver­nei­nung zu einem fal­schen Er­geb­nis. Und ich muss zu­ge­ben: Einige meiner er­fun­de­nen Fak­ten könn­ten ge­nau­so gut wahr sein – es hat sie halt nur noch kei­ner über­prüft ☺.

Die Absicht hinter dieser Serie ist, zum kritischen Hinterfragen an­zu­regen und nicht allem zu glau­ben, was man so hört/​liest. Darü­ber hinaus ist das eine oder andere »Fak­tum« hof­fent­lich auch unter­halt­sam.

☔ Erfundenes Faktum Nº 1: In England sind die Menschen glücklicher, weil das Englische mehr Vokale enthält als das Deutsche. (#)

☄ Erfundenes Faktum Nº 2: Die Erde dreht sich am 31.12. um wenige Mikrosekunden langsamer, weil sie durch abgefeuerte Raketen gebremst wird. (#)

♜ Erfundenes Faktum Nº 3: Edgar Allan Poes letzte Erzählung »Der Leuchtturm« war ein Erlebnisbericht und blieb deshalb auch unvollendet. (#)

❁ Erfundenes Faktum Nº 4: In den Niederlanden passieren deshalb so wenige Verbrechen, weil dort Drogen legal sind. (#)

♬ Erfundenes Faktum Nº 5: Der Gartenrotschwanz (Vogel des Jahres 2011) manipuliert mit seinem Gesang die Wahrnehmung seiner Beutetiere. (#)

∿ Erfundenes Faktum Nº 6: Ein lichdurchfluteter Raum dämpft Schall stärker als ein dunkler, weil Lichtwellen Geräuschanteile unterdrücken. (#)

◌ Erfundenes Faktum Nº 7: Wenn man dem Wasser etwas Backpulver hinzufügt, dann leuchten Seifenblasen im Dunkeln. (#)

⁂ Erfundenes Faktum Nº 8: Nur 3 % aller Menschen sind genetisch noch dazu in der Lage, ihre nahen Verwandten am Schweißgeruch zu erkennen. (#)

⚘ Erfundenes Faktum Nº 9: Der Pulsschlag in den Blattadern einer Pflanze erhöht sich messbar, wenn sie Bienensummen zu hören bekommt. (#)

≋ Erfundenes Faktum Nº 10: Dämpfe aus dem Buchbinderleim unterstützen beim Bücherlesen die Vorstellungskraft. (#)

⚑ Erfundenes Faktum Nº 11: Die Plakate aller 328 Zirkusse in Deutschland werden von einem einzigen Plakatmaler in Darmstadt gestaltet. (#)

⟿ Erfundenes Faktum Nº 12: Man kann die Geschwindigkeit von Licht um knapp 2 % verringern, wenn man es durch rote Götterspeise schickt. (#)

⟳ Erfundenes Faktum Nº 13: Die beste Weg, seine Steuern vollständig ersetzt zu bekommen, ist Mitglied der Stadtbücherei zu werden. (#)

⁝ Erfundenes Faktum Nº 14: Die Streusalzlobby unterdrückt seit Jahren, dass man gegen glatte Straßen auch geschrotetes Eis streuen könnte. (#)

⏱ Erfundenes Faktum Nº 15: Tests mit Atomuhren haben ergeben, dass die Zeit in Museumsgebäuden langsamer läuft. Ursache bislang unbekannt. (#)

⏣ Erfundenes Faktum Nº 16: Ab März ist es Autoherstellern in Deutschland verboten, Radarbilder zur Marketing-Evaluierung zu erwerben. (#)

 

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